RURASMUS ist eine Initiative für ein europäisches „Aufs-Land-Semester“ als Ergänzung zum etablierten ERASMUS-Auslandssemester. Dabei entwickeln junge Menschen eine neue Sichtweise auf das rurale Europa. Kommunen kooperieren mit Universitäten und Fachhochschulen und werden dadurch zu Ausbildungsstätten.

NEUGIERIG?

ERFAHRE HIER MEHR ÜBER RURASMUS!

≫ English

Was ist

RURASMUS?

Ländliche Räume sind in vielen Teilen Europas großen strukturellen Veränderungen ausgesetzt. Diese haben eine Abwanderung – insbesondere der jungen Bevölkerung – in urbane Ballungszentren zur Folge. Studien belegen, dass schon jetzt mehr als 50 % der Menschen in Städten leben, eine Zahl, die weiter steigen wird.

 

Das erfolgreiche ERASMUS-Programm bringt junge Studierende für ein halbes oder ganzes Jahr in ein anderes Land, meist auf eine Universität in einer Stadt. Als Ergänzung dazu soll das RURASMUS-Programm ins Leben gerufen werden.

 

Dabei sollen junge Menschen für sechs oder zwölf Monate am Land, in einer Gemeinde, Kleinstadt oder Region studieren. Diese Orte werden zu temporären Universitätsstandorten. Die Herausforderungen vor Ort werden zur Aufgabenstellung für Studierende unterschiedlicher Studienrichtungen.

 

Abhängig vom Thema sowie den Ressourcen der Ausbildungsstätten und Gemeinden ist es möglich, RURASMUS-Projekte alleine oder gemeinsam mit anderen Studierenden zu absolvieren.

SUPER IDEE?

SO FUNKTIONIERT RURASMUS!

Wie funktioniert

RURASMUS?

Das RURASMUS-Büro ist Drehscheibe für die Initiative und garantiert die Einhaltung von akademischen und organisatorischen Qualitätsstandards.

 

Inhalt, Ablauf und Erfolgskriterien für das RURASMUS-Programm werden von den Kommunen in Kooperation mit Universitäten und Fachhochschulen entwickelt.

 

Gemeinden stellen jungen Menschen den Aufgabenstellungen entsprechend adäquate Räumlichkeiten zum Arbeiten und Wohnen zur Verfügung. Es kann sinnvoll sein, dass sich mehrere Gemeinden aus geografischen oder thematischen Gründen zu einer RURASMUS-Region zusammenschließen und hier ein Angebot formulieren.

 

Den Studierenden wird ermöglicht, hinter Kulissen zu blicken, mit Verantwortungsträgern zu sprechen und auch selbst Verantwortung zu übernehmen.

 

Sie können sich bei Gemeinderatssitzungen, in Wartezimmern, in Betrieben oder bei Stammtischen mit der Bevölkerung austauschen, dabei Feldforschung betreiben oder einfach nur das eigene Netzwerk vergrößern. Dabei wächst außerdem ihr Verständnis für die Lebenskultur am Land.

 

Dieser Lernprozess ist ein wichtiger Bestandteil des Studierendenprojekts, das vor Ort im Laufe des Aufenthalts erarbeitet wird.

Interessiert?

Sieh dir unser rurasmus beispiel an!

Eine junge Architekturstudentin an einer österreichischen Universität  hat Lust, ein Semester in einer kleinen Gemeinde in Tirol zu verbringen, weil sie dort ihre Wurzeln hat. Die RURASMUS-Organisation bietet auf ihrer Website und in ihrer App www.rurasmus.eu einen Pool an Gemeinden, Wohn- und Arbeitsräumen und Ideen für Herausforderungen an. www.rurasmus.eu sucht Studierende, die Interesse haben, im Rahmen ihres Studiums mit solchen Gemeinden zusammenzuarbeiten und verknüpft sie direkt mit der jeweiligen Ansprechperson der Gemeinde. Die Studierende kann selbst eine/n universitäre/n BetreuerIn als akademische BegleiterIn des Programms  vorschlagen oder bei der RURASMUS-Organisation diesbezüglich anfragen. Sobald sich Studierende/r, BetreuerIn und Gemeinde „gefunden“ haben, wird über die RURASMUS-Organisation eine Vereinbarung zwischen Universität und Gemeinde getroffen.

 

Wenn die junge Studentin dann ihre Reise antritt, wird sie vor Ort empfangen und mit den wichtigsten Unterlagen sowie Informationen und Kontakten ausgestattet. Ein offizielles „Welcome-Dinner“ mit dem Bürgermeister ist der Startschuss ihrer temporären Integration in die Gemeinde. Es findet dabei nicht nur die Übergabe des Wohn- und Arbeitsraumes statt, sondern es wird auch ein „Pate“, die wichtigste Ansprechperson vor Ort, vorgestellt.

 

Dann beginnt die Studentin mit der eigentlichen Projektarbeit. Sie hat sich als Thema die Verbesserung des Dorfplatzes und Nutzungsideen für drei leerstehende Erdgeschosse vorgenommen und dies mit ihrem Betreuer auf der Uni auch abgeklärt. Ergänzend zur Ausarbeitung des Projekts wäre an der Universität im Laufe dieses Semesters das Absolvieren begleitender theoretischer Fächer notwendig, um auf die volle ECTS-Punkteanzahl zu kommen. Den notwendigen theoretischen Input für das RURASMUS-Projekt bekommt die Studentin durch das Mitarbeiten in Gemeinderatssitzungen, Projektgruppen etc. Diese möglichen Alternativformate für Theoriefächer wurden im Vorfeld von der Gemeinde und der Universität gemeinsam definiert.

Der Arbeitsraum für die Studentin wurde vom Bürgermeister in einem ehemaligen Leerstand organisiert und wird kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die Studentin wohnt bei einer Familie, deren Kinder bereits ausgezogen sind, in einem Einfamilienhaus im Ortszentrum. Ihr steht das gesamte Obergeschoss kostenfrei zur Verfügung. Im Laufe ihrer Zeit dort stellt sich heraus, dass das Thema „Digitalisierung“ für die zukünftige Entwicklung des Ortes von großer Relevanz ist. Sie teilt dies dem RURASMUS-Projektbüro mit und man bemüht sich von nun an gezielt, auch Studierende der Informatik für ein RURASMUS-Semester in dieser Gemeinde zu finden.

 

Zum Abschluss des Aufenthalts wird die im Laufe des Semesters erarbeitete Projektarbeit öffentlich präsentiert und ausgestellt. Sie wird außerdem in dem von www.rurasmus.eu vorgegebenen Publikationsformat dokumentiert und online bereitgestellt.

KLINGT SPANNEND?

DAS BEDEUTET RURASMUS FÜR DICH!

Warum

RURASMUS?

Die Initiative will jungen Menschen einen neuen, lustvollen Zugang zum ruralen Raum ermöglichen, Vorurteile abbauen, neues Vertrauen aufbauen und die Möglichkeit bieten, die Zukunft aktiv mitzugestalten.

 

RURASMUS soll als europaweites universitäres Programm etabliert und in einer nächsten Projektphase auch für Lehrlinge weiterentwickelt werden, um dem Fachkräftemangel im ländlichen Raum entgegenzuwirken.

 

Durch die Einbindung in das Gemeindeleben im Rahmen des RURASMUS-Programms erfahren junge Menschen, dass Ideen in ländlichen Räumen durch Eigeninitiative meist schnell umgesetzt werden können und die Auswirkungen rasch direkt erlebbar sind. Das RURASMUS-Projekt und die Einbindung in reale Prozesse können zu Folgeprojekten – wie möglichen ersten Aufträgen oder Anstellungen – und somit zu einem ersten Schritt ins Arbeitsleben führen.

 

Ein Mehrwert für Gemeinden ist, dass ein neuer Blick auf bekannte Herausforderungen geworfen wird und innovative Projektideen entstehen können. Junge Menschen werden für lokale Themen gewonnen, lernen Betroffene kennen und stellen dadurch eine emotionale Bindung zur Gemeinde her.

 

So werden Vorurteile abgebaut und aus dem Projekt erwachsen BotschafterInnen und im besten Fall aktive ZukunftsgestalterInnen der Gemeinden.

 

Das RURASMUS-Programm stellt eine Möglichkeit für Studierende dar, sich an Orten außerhalb der Universität weiterzubilden.

 

Durch das Arbeiten in Gemeinden - mit betroffenen Menschen an realen Themen - wird die universitäre Ausbildung mit der Praxis verknüpft.

 

Theoretisch erlerntes Wissen unmittelbar anzuwenden und zu überprüfen erhöht den Lerneffekt.

WER STECKT DAHINTER?

DAS SIND DIE INITIATOREN!

Wer ist

RURASMUS?

Die beiden Initiatoren Roland Gruber und Elisabeth Leitner haben sowohl privat als auch beruflich eine starke Affinität zum Thema Land. Die immer stärker werdenden Diskussionen rund um die Zukunft des ländlichen Raums und die Landflucht der jungen Bevölkerung haben die beiden motiviert, den Ideenimpuls eines "Aufs-Land-Semesters" aus einem Vortrag von Prof. Mario Tvrtkovics aufzunehmen, auf europäischer Ebene weiterzudenken und daraus das RURASMUS-Programm zu entwickeln.

 

Prof. Mario Tvrtkovic hat im Juni 2018 in Ummerstadt/Deutschland über das Forschungsprojekt „Die produktive Provinzstadt: Lehr- und Lernraum StadtLand“ referiert, und dabei die Idee eines „Aufs-Land-Semesters“ vorgestellt. Das Forschungsprojekt wurde im Jahr 2017 von elf Universitäten in Deutschland im Auftrag der Bau-, Raum- und Stadtforschung (BBSR) des Bundesbauministeriums durchgeführt.

 

RURASMUS – Wir bringen junge Leute aufs Land

ist eine Initiative von Roland Gruber und Elisabeth Leitner

 

Roland Gruber beschäftigt sich seit rund 30 Jahren mit der Zukunftsentwicklung ländlicher Räume und hat dazu unterschiedliche Projekte, Initiativen und Impulse mitgegründet und umgesetzt, wie z. B. den Verein LandLuft, die Plattform Zukunftsorte sowie die Europäischen Toleranzgespräche. Er ist seit 20 Jahren Mitgründer und Geschäftsführer des Architekturbüros nonconform mit dem Schwerpunkt partizipative Kommunal- und Stadtentwicklung mit mehreren Standorten in Österreich und Deutschland.

 

Elisabeth Leitner beschäftigt sich seit rund 20 Jahren mit dem ländlichen Raum und ist seit 10 Jahren hauptberuflich in der universitären Lehre und Forschung aktiv. Sie ist Initiatorin der europäischen Plattform kulturhauptstadt2024.at. Seit 2016 leitet sie den Studiengang Architektur an der Fachhochschule Kärnten in Spittal/Drau, den einzigen ruralen Ausbildungsort für Baukultur in Österreich.

MIT UNS IN KONTAKT TRETEN?

SCHREIB UNS ODER RUF UNS AN!

initiative@rurasmus.eu

Roland Gruber +43 699 19294060

Elisabeth Leitner +43 660 4814401

AUCH ÜBERZEUGT?

WERDE TEIL VON RURASMUS!

Sendevorgang...

Auf dem Server ist ein Fehler aufgetreten.

DANKE!

Diese haben eine Abwanderung – insbesondere der jungen Bevölkerung – in urbane Ballungszentren zur Folge.