„Zam Zam Zam“ Konferenz - Nachschau
Zusammen Perspektiven verschieben!
20. November 2025 | Offenes Kulturhaus Vöcklabruck
Die Konferenz brachte Gemeinden, Studierende und Wissenschaft zusammen, um zu diskutieren, wie ländliche Regionen in Zeiten knapper Ressourcen neue Handlungsspielräume gewinnen können. Ziel war es, das Aufs-Land-Semester und die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Studierenden sichtbar zu machen und konkrete Impulse für die Zukunft ländlicher Räume zu setzen.
Organisiert von RURASMUS und dem Verein Leischn im Rahmen eines gefördertetn Baukulturprojekts (BMWKMS) und unterstützt durch das Land OÖ (Agenda Zukunft).
Eröffnung und Begrüßung (v. l. n. r. Isabel Stumfol, Günther Humer, Katharina Spanlang und Roland Gruber)
Ankommen im OKH mit Empfang von RURASMUS Geschäftführerin Nina Koth
Keynote von Elisabeth Leitner über die Relevanz von Baukultur im ländlichen Raum
Die Konferenz begann mit der Begrüßung, gefolgt von einer Keynote von Elisabeth Leitner, Mitgründerin und Vorstandsmitglied von RURASMUS, über die Relevanz von Baukultur im ländlichen Raum und die Rolle von Menschen als Expert:innen ihres Lebensraums. Im Anschluss folgten zwei Impulsfeuerwerke, die unterschiedliche Perspektiven von Studierenden und Gemeindevertreter:innen präsentierten und zeigten, wie Aufs-Land-Semester Projekte in den Gemeinden voranbringen.
RURASMUS-Student Lukas Hegendörfer über sein „Aufs-Land-Semester“ 2024 in St. Konrad (Oberösterreich) und die Zukunft leerstehender Vierkanthöfe.
Bürgermeister Herbert Schönberger über das Umdenken durch Lukas Hegendörfers Projekt: Statt Abriss nun Umbau mit neuem Nutzungskonzept.
RURASMUS-Studentin Sandra Frank forschte im Rahmen ihres „Aufs-Land-Semesters“ 2025 in der LEADER-Region Mostlandl-Hausruck (Oberösterreich) zum Thema Ortskernentwicklung für ländliche Gemeinden.
Impuls von Katharina Spanlang und Magdalena Hubauer über das Projekt Wirbelfeld vom Verein Leischn
RURASMUS-Studentin Lena Keresztes forschte im Rahmen ihres „Aufs-Land-Semesters“ 2025 in der LEADER-Region Mostlandl-Hausruck (Oberösterreich) zum Thema regionales Leerstandsmanagement
LEADER-Manager Christoph Mader spricht über den durch die RURASMUS-Studierenden angestoßenen Perspektivenwechsel in der LEADER-Region Mostlandl-Hausruck
RURASMUS-Studentin Charlotte vom Kolke forschte im Rahmen ihres „Aufs-Land-Semesters“ 2025 in der LEADER-Region Mostlandl-Hausruck (Oberösterreich) zum Thema Bürgerbeteiligungspraxis.
Bürgermeister Martin Dammayr von Michaelnbach über das Zwischenmenschliche, das neben der Forschung während eines Aufs-Land-Semesters entsteht:
„Charlotte hat sich unglaublich schnell und aktiv in unsere Gemeinde eingefügt – das war richtig erfrischend! Sie hat sich mit großem Engagement in Vereine und Organisationen eingebracht und war überall dort, wo etwas los war. Dieses Engagement hat nicht nur spürbare Impulse gesetzt, sondern auch dazu geführt, dass sie sich entschieden hat, nach dem RURASMUS-Semester bei uns zu bleiben und in der Region zu arbeiten.“
RURASMUS-Studentinnen Neele Flügel (links) und Chantal Zankow (rechts) über ihre Perspektivenwechsel während des Aufs-Land-Semesters 2025 in der Kärntner Stadtgemeinde Althofen.
Input von Günther Humer
Zwischen den Impulsfeuerwerken spannte der Input von Günther Humer, Leiter des Referats Regionale Zukunftsgestaltung beim Land Oberösterreich, den Bogen von großen Zukunftsbildern hin zum konkreten Handeln in Gemeinden:
„Gemeinwesen, Regionen, Gemeinden funktionieren nicht wie ein Motorrad, sondern wie lebendige Organismen. Entwicklung lässt sich nicht einfach steuern, sondern braucht Rahmenbedingungen, in denen Selbstorganisation möglich wird.“
Danach öffnete der interaktive Teil Raum für Diskussionen in den Workshops und mündete im Riesen-Fishbowl, bei dem alle Teilnehmenden im großen Kreis ihre Ideen und Erfahrungen austauschen konnten.
Der interaktive Teil bestand aus 10 Workshops auf 10 Tischen.
Riesen-Fishbowl, Diskussion moderiert von RURASMUS Mitbegründer Roland Gruber.
Die RURASMUS-Semester wurden von Teilnehmenden als „Mikrowerkstätten der Zuversicht“ beschrieben. Aus kleinen, konkreten Projekten entsteht Vertrauen, Beteiligung und langfristige Transformation. Die abschließende Diskussion zeigte, dass sich aus diesem partizipativen Spirit eine europäische Vision entwickeln lässt. So Roland Gruber, Mitgründer und RURASMUS-Vorstand:
„Stellt euch vor, in jeder der rund 140.000 Gemeinden Europas lebt jedes Semester ein junger, motivierter Mensch, der eine wesentliche Aufgabe für die Zukunft bearbeitet. Das würde eine enorme Kraft in die Entwicklung des Lebensraums Land bringen. Unsere Vision ist es, ein europäisches Austauschprogramm für den ländlichen Raum, getragen von Gemeinden, Hochschulen und Studierenden gleichermaßen langfristig zu schaffen.“
Den Abschluss bildete der Festakt, bei dem die RURASMUS-Gemeinden und Studierenden geehrt und die Preisträger:innen des Ideenwettbewerbs ausgezeichnet wurden.
Übergabe der RURASMUS-Urkunden durch Geschäftsführerin Nina Koth.
Preisverleihung 1. Platz des Ideenwettbewerbs an Anna Dabernig für die “RURASMUS Schürze”
Abschlussfoto RURASMUS Konferenz 2025
Fotos von Christoph Kleinsasser
Die Konferenz wird von agenda.zukunft unterstützt und ist Teil des Projekts “Baukultur geht Aufs-Land-Semester” von RURASMUS & Verein Leischn, gefördert durch BMWKMS, Sektion Kunst + Kultur.