Grünraum-Planung in ländlichen Gemeinden

Projekttitel: “Framing Freiräume” (Themenstellung)
Gemeinde: Stadtgemeinde Althofen, Kärnten
Semester:
Sommersemester 2025

Ich sehe in Althofen viel verborgenes Potenzial, sowohl in den Naturräumen als auch in den historischen Orten. Ziel meiner Arbeit ist es, diese Qualitäten sichtbar zu machen und sie zu verbinden
— Chantal Zankow, RURASMUS-Studentin

RURASMUS-Studentin: Chantal Zankow
Studienrichtung:
Master Raumplanung - TU Dortmund
Titel der Arbeit:
Tourismusorientierte und gesundheitsfördernde Grünraumplanung in ländlichen Gemeinden
Format der Arbeit:
Masterarbeit



Mein großer Wunsch war es schon seit langer Zeit, in den ländlichen Raum zu gehen, insbesondere in die Nähe der Berge und mich im Bereich der Landschaftsplanung zu fokussieren.
— Chantal Zankow, RURASMUS-Studentin
 

AUSGANGSSITUATION

Althofen ist eine wirtschaftsstarke Stadtgemeinde im Kärntner Bezirk St. Veit an der Glan. Im Gemeindegebiet schlummern vielfältige Naturräume: das Althofener Niedermoor, der Ledererbach, die Gurk-Au, das Kurgebiet sowie Grüninseln inmitten der Stadt. Ergänzt werden sie durch architektonische Schönheiten wie die historische Altstadt und das nahe gelegene Schloss Töscheldorf. Nutzbarkeit, Wahrnehmbarkeit und Vernetzung dieser Räume blieben bisher weitgehend unausgeschöpft. Besonders im Bereich der touristischen Infrastruktur und bei Angeboten für Jugendliche besteht Handlungsbedarf. Als erste Kärntner Stadtgemeinde entschied sie sich, am RURASMUS-Programm teilzunehme



Dauer RURASMUS-Semester: 6 Monate
Wohnraum: WG gemeinsam mit einer RURASMUS-Kommilitonin
Arbeitsraum: Gemeindeamt Althofen

Stadtrat Wolfgang Leitner (rechts) und KEM-Manager Markus Löcker (links) als RURASMUS-Buddies von Chantal Zankow (Mitte).

 
Mit RURASMUS haben wir die Möglichkeit, viel mehr Leute anzusprechen als nur in unserem regionalen Umfeld. Das Ziel liegt auch in der internationalen Perspektive, der Markt an Studierenden und Themen wird dadurch deutlich größer.
— Wolfgang Leitner, Stadtrat Althofen

PROJEKTINHALT

Raumplanungsstudentin Chantal Zankow von der TU Dortmund untersuchte das Entwicklungspotenzial der bestehenden Grün- und Freiräume Althofens und zeigte, wie diese sinnvoll aufgewertet, nachhaltig gesichert und miteinander vernetzt werden können. Zu Beginn stand eine umfassende Bestandsaufnahme: Ortsbegehungen, GIS-gestützte Kartierungen und ein systematischer Bewertungskatalog lieferten ein differenziertes Bild der 19 zentralen Grün- und Freiräume, bewertet nach Aufenthaltsqualität, Ausstattung, Pflegezustand und digitaler Sichtbarkeit. Online-Umfragen mit Schüler:innen und der Bevölkerung ergänzten die Analyse um die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzer:innengruppen. Besonders im Bereich der touristischen Infrastruktur und bei Angeboten für Jugendliche zeigte sich Handlungsbedarf. Wichtige Zielgruppen des Konzeptes sind daher neben Familien und Jugendlichen auch die Kurgäste des HUMANOMED-Zentrums, das als bedeutender Standortfaktor eine zentrale Rolle spielt.

Von der touristischen Vision über modulare Grünbausteine bis hin zu den vier Themenwegen zeigen die Konzeptkarten, wie das integrierte Grünraumkonzept für Althofen räumlich Gestalt annimmt.

 

PROJEKTERGEBNIS

Das Ergebnis ist ein gesamtstädtisches Maßnahmenkonzept entlang der drei Handlungsfelder Lebensqualität, Tourismus sowie Natur und Biodiversität. Vier Themenwege verbinden die Grünräume räumlich und inhaltlich miteinander und machen sie für verschiedene Nutzergruppen erlebbar, von Familien und Jugendlichen bis hin zu den Kurgästen des HUMANOMED-Zentrums. In definierten Schwerpunkträumen zeigen sogenannte „Grünbausteine" als modulare Elemente, wie eine flexible und ortsspezifische Freiraumentwicklung konkret aussehen kann. Das erarbeitete Konzept bildet eine konkrete Planungsgrundlage für Althofen und macht deutlich, wie die vorhandenen naturräumlichen und kulturellen Potenziale durch bessere Vernetzung, gezielte Öffentlichkeitsarbeit und klare thematische Orientierung sichtbar gemacht und langfristig gesichert werden können.

Chantal bei einer Wanderung in den Bergen, eine von vielen Erfahrungen, die ihr RURASMUS-Semester in Kärnten geprägt haben.

 
Mein RURASMUS-Semester hat mir gezeigt, wie Grünräume das Leben in einer Gemeinde prägen. Die Arbeit vor Ort eröffnete mir fachlich neue Perspektiven und zeigte, wie bereichernd es ist, Natur, Freizeit und Gemeinschaft zu verbinden.
— Chantal Zankow, RURASMUS-Studentin
 

Chantal Zankow stellte im Rahmen der RURASMUS Konferenz 2025 zum Abschluss ihres RURASMUS-Semesters ihre Erfahrungen und Ergebnisse vor und trug aktiv zum Perspektivenaustausch zwischen den Teilnehmenden bei.

 

Neugierig? Lies hier weiter:

 
 

Die Copyrights der Fotos liegen in der folgenden Reihenfolge bei:

Bild 1: Portrait Chantal Zankow: Kleinsasser © RURASMUS
Bild 2: Chantal Zankow und ihre RURASMUS-Buddies © Roland Gruber
Bild 3-4: In den Bergen © Chantal Zankow
Bild 5: Portrait Chantal Zankow: Kleinsasser © RURASMUS

 
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