Regionales Leerstands-Management!?
Projekttitel: Regionales Leerstandsmanagement?! (Link zur Themenstellung)
Gemeinde: LEADER-Region Mostlandl Hausruck, Oberösterreich
Semester: Sommersemester 2025
„Leerstände sind für Gemeinden oft ein mit Scham und Frust behaftetes Thema. Dabei ist ein positiver, optimistischer Blick auf diese als Potenzialraum grundlegend für ihre Entwicklung.“
Lena Keresztes mit Christoph Mader und David Wagner vom LEADER-Team.
RURASMUS-Studentin: Lena Keresztes
Studienrichtung: Master Raumforschung und Raumordnung - Universität Wien
Titel der Arbeit: Mostlandl Hausruck Pionier:innen
Format der Arbeit: Masterarbeit
AUSGANGSSITUATION
Die LEADER-Region Mostlandl Hausruck in Oberösterreich zählt 33 Mitgliedsgemeinden, keine davon hat mehr als 5.000 Einwohner:innen. Wie in vielen ländlichen Regionen ist auch hier Leerstand ein Symptom größerer Probleme: Wirtshäuser und Geschäfte schließen, während am Ortsrand gebaut wird und die alten Ortskerne an Leben verlieren. Die Auswirkungen zeigen sich nicht nur in der sichtbaren Verödung der Ortsmitten, sondern auch im Verlust ihrer sozialen Funktionen. Das LEADER-Büro sieht in der Leerstandsthematik eine wichtige Chance für die nachhaltige Entwicklung der Region und ihrer Gemeinden.
Dauer RURASMUS-Semester: 6 Monate
Wohnraum: WG gemeinsam mit einer RURASMUS-Kommilitonin
Arbeitsraum: LEADER-Büro Mostlandl-Hausruck & Dorf.Labor - Alte Tischlerei Michaelnbach
Das LEADER-Team Mostlandl-Hausruck, bestehend aus Sophia Freymüller (zweite von links) sowie den RURASMUS-Buddies Christoph Mader (links) und David Wagner (rechts), nahm Lena Keresztes (zweite von rechts) vom ersten Tag an herzlich im LEADER-Büro auf.
„Regionalentwicklung beschäftigt sich mit der Region und den Menschen vor Ort. Studierende von außerhalb bringen neue Impulse, frische Blickwinkel und unvoreingenommene Zugänge.“
PROJEKTINHALT
Lena Keresztes, Studentin der Raumforschung und Raumordnung an der Universität Wien, suchte nach erfolgreichen Leerstandsaktivierungen in der Region. Dabei war ihr wichtig: einen positiven Blick von außen einzunehmen und die Menschen aus der Region als Expert:innen einzubinden. In persönlichen Gesprächen mit acht Pionier:innen erforschte sie deren Motivation sowie die unterschiedlichen Rahmenbedingungen der Reaktivierungen etwa als Pop-Up-Store für textiles Upcycling, für die Direktvermarktung von lokalem Gemüse oder die Reaktivierung einer Gastwirtschaft. Die Ergebnisse hielt sie in Steckbriefen fest, durch die schnell ersichtlich wird, was den Kern jeder Reaktivierung ausmacht.
Für jede der acht Reaktivierungen entstand ein Steckbrief, der den Kern des Projekts und die Pionier:innen dahinter auf einen Blick erfassbar macht.
PROJEKTERGEBNIS
Die Abschlusspräsentation fand in der Spezerei in Weibern statt, einer ehemaligen Postfiliale, die heute ein monatliches Regionalladencafé beherbergt. Im Zentrum der Diskussion standen fehlende Treffpunkte in Ortskernen, erfolgreiche Leerstandsaktivierungen und Wünsche an ein regionales Leerstandsmanagement. Was dann eintrat, wollte Keresztes von Anfang an erreichen: Die Veranstaltung wurde zum Austausch und zur Vernetzung genutzt – so entstand nicht nur ein Rückblick auf gelungene Projekte, sondern auch ein lebendiges Netzwerk für zukünftige Leerstandsaktivierungen.
„Genau so entsteht neues Miteinander“, fasste Lena Keresztes die Stimmung bei der Abschlusspräsentation mit den Pionier:innen in der Spezerei in Weibern zusammen.
„Für good practice Beispiele musste ich gar nicht aus der Region hinausblicken. Auch im Mostlandl gibt es bereits kreative Lösungen, um Leerstände zu reaktivieren.“
Lena Keresztes stellte im Rahmen der RURASMUS Konferenz 2025zum Abschluss ihres RURASMUS-Semesters ihre Erfahrungen und Ergebnisse vor und trug aktiv zum Perspektivenaustausch zwischen den Teilnehmenden bei.
Neugierig? Lies hier weiter:
Die Copyrights der Fotos liegen in der folgenden Reihenfolge bei:
Bild 1 © RURASMUS
Bild 2 © Mostlandl Hausruck
Bild 3 und Steckbriefe © Lena Keresztes
Bild 4 © Lena Keresztes
Bild 5: Kleinsasser © RURASMUS